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Aktuelle Artikel und Nachrichten rund um die technische Dokumentation finden Sie im Nachfolgemagazin der doculine news, den transline tecNews
Realisierung
einer Online-Präsentation im World Wide Web
Artikel
erschienen in
Ausgabe August 1997
Von
Annelyse Forst und
Markus Marweg
|
Hinweis:
Alle Angaben wie z. B. die URLs und technischen Informationen
haben den Stand von März 1997. Es sei darauf hingewiesen,
daß insbesondere die URLs sich sehr schnell ändern
können!
|
Inhaltsübersicht:
Einsatz des Web im Marketing
Online-Marketing
im Web
Durch seine
multimediale Fähigkeit ist das Web für Marketingzwecke
besonders gut geeignet (Lampe
1996). Zu den absatzpolitischen Instrumenten gehören
nach Roll (1996):
Die Internetnutzung
im Marketing-Mix bewertet Roll
(1996) folgendermaßen:
|
Absatzpolitische
Instrumente
|
Bewertung
des Web-Einsatzes
|
|
Produktpolitik
|
begrenzt
|
|
Preispolitik
|
eher
hinderlich
|
|
Distributionspolitik
|
gut
|
|
Kommunikationspolitik
|
sehr
gut
|
Eine Umfrage
bei Unternehmen zeigte, welche Bedeutung das Internet für
Unternehmen hat (o. J. 1997d):
|
Unternehmensaktivitäten
|
%
der Unternehmen, die diesen
Bereich wichtig finden
|
|
Presse-
und Öffentlichkeitsarbeit
|
80%
|
|
Marketing
|
75%
|
|
Vertrieb
|
56%
|
|
Lieferanten
und Kunden erreichen
|
51%
|
|
Interne
Kommunikation
|
49%
|
|
Finanztransaktionen
|
38%
|
Das Online-Marketing
unterscheidet sich grundlegend vom "klassischen" Marketing.
Pelkmann & Freitag (1996)
haben folgende Charakteristika herausgearbeitet:
Online-Marketing
- "verlangt
vom Empfänger, aktiv zu werden".
Der potentielle Kunde muß die Web-Seiten selbst laden,
anstatt sich z. B. wie beim Fernsehen passiv Werbungen anzusehen.
- "ist
an individuellen, gruppenspezifischen Bedürfnissen orientiert".
Ein Anbieter kann relativ schnell sehr genaue Informationen
über die Besucher seiner Web-Seiten ermitteln und dementsprechend
seine Web-Seiten gestalten.
- "bietet
Zwei-Wege-Kommunikationen".
Über E-Mail kommunizieren "Besucher" und "Anbieter"
miteinander. Herkömmliche Werbeträger, wie z. B. Fernsehen
oder Radio, bieten dagegen eine "Einweg-Kommunikation"
an.
- "ist
informativ, wissensorientiert, flexibel und aktualisiert".
Nach
Huly & Raake (1995) wird in Zukunft die individuellere
Kundenansprache einen sehr hohen Stellenwert einnehmen, während
die klassischen Werbemedien (wie z. B. Fernsehen) an Bedeutung
verlieren werden.
Einer MacKinsey-Untersuchung
zufolge sind in den letzten zwanzig Jahren die Kosten für
TV-Werbung um 300 % teurer geworden, während zur selben Zeit
die Einschaltquoten um 20 % zurückgingen.
Spierling
(1997) meint allerdings, daß die Online-Dienste als
Werbe- und Marketingplattform erfolgreicher sein werden als das
Web, weil diese über "gesicherte" Nutzerdaten verfügen.
Die Benutzer sind bei den Online-Diensten registriert und so läßt
sich sehr einfach ein Nutzerprofil erstellen.
Produktpolitik
"Die
Produktpolitik umfaßt die Betreuung bestehender Produkte
und deren Verbesserung sowie die Entwicklung neuer Produkte."
(Grünewald, 1985 S.77).
Nach Roll
(1996) gibt es drei Möglichkeiten, die Kundenbedürfnisse
besser kennenzulernen. Die Bedürfnisse lassen sich aber unterschiedlich
gut über das Web erfassen:
|
Elemente
der Produktpolitik
|
Möglichkeiten
im Internet
|
|
Verhaltensbeobachtung
|
relativ
wenig
|
|
Diskussion
mit Experten
|
nur
bedingt
|
|
Kommunikation
mit Mitarbeitern, Kunden und potentielle Kunden
|
sehr
gut
|
Während
der Phase der Produktentwicklung können Entwickler die Ideen
und Meinungen der Kunden und potentiellen Kunden berücksichtigen.
Über
Mailing-Listen und Newsgroups ist die Kommunikation unter Gleichgesinnten
besonders leicht.
Und über
das Web kann der Kundenservice erhöht werden: Beispielsweise
kann sich der Kunde bei Federal Express (http://www.fedex.com/)
die aktuellen Transportdaten seiner Sendung anzeigen lassen und
kontrollieren, ob der Brief oder das Paket den Empfänger
schon erreicht hat.
Das Web kann
auch die Produktpalette verändern (Lampe
1996):
- Seitdem
die "Encyclopedia Britannica" online angeboten wird,
ist die Nachfrage nach der gedruckten Version stark zurückgegangen.
- Verpackung
und Verpackungsdesign verlieren an Bedeutung.
Der Schwerpunkt
des Interneteinsatzes liegt laut Roll
(1996) jedoch nicht im Bereich der Produktpolitik.
Preispolitik
Die Frage,
ob Preise bei den Produktinformationen in der Online-Präsentation
mit angegeben werden sollen oder nicht, hängt nach Roll
(1996) von folgenden Kriterien ab:
- Die Kunden
erwarten Preisangaben bei der Produktinformation.
- Preise
erhöhen die Markttransparenz für die Kunden.
Es ist recht leicht, im Web Preise zu vergleichen. Dafür
gibt es automatische Programme, die Waren und Preise im Web
ausfindig machen (Lampe 1996).
- Ein Unternehmen
kann nur schwer unterschiedliche Preise für unterschiedliche
Länder oder für unterschiedliche Zielgruppen anbieten.
Ein Einheitspreis kann aber zu Gewinnverlusten führen.
Eine
Preisliste im Internet ist flexibler als in gedruckter Form: Sie
läßt sich schneller und kostengünstiger ändern
und anpassen.
Distributionspolitik
Das Web eröffnet
neue Vertriebskanäle, welche die heutigen nicht ersetzen,
sondern nur ergänzen.
Neben "einfachen"
virtuellen Geschäften (oder Cyber-Shops) gibt es nach Schulski-Haddout
(1996b):
- Shopping-Galerien
Eine Shopping-Galerie besteht aus den Home-Pages mehrerer Anbieter,
die miteinander verbunden sind.
- Electronic
Malls:
Ein Electronic Mall ist eine virtuelle Einkaufsstraße
oder ein Einkaufszentrum mit unterschiedlichen Geschäften
und Dienstleistern.
Es gibt kaum
Unternehmen, die ausschließlich im Internet existieren.
Beispiele für solche "rein" virtuellen Shops sind
z. B. der Schwarzwald-Kukucksuhren-Laden (http//:www.ilk.de/cuckoo.clocks/*)
oder Cyber-Shops für Hexenbedarf (http://www.screwball.com/witch.html*).
Das amerikanische
"Internet Shopping Network" (http://www.isn.com) wurde
1994 gegründet. 1996 hatte das ISN etwa 1.000.000 Kunden
in den USA und einen monatlichen Umsatz von 1 Mio. US$. Wegen
rechtlicher Probleme verkauft ISN nur in den USA (Boutin
1997d). Ein Problem dabei ist, daß nur 2% aller Besucher
des ISN die Bestellseite anklicken (Siegele
1997). Der Rest "schaut sich nur mal um".
Le marché
de France (http://www.francecontacts.com/marche/*)
bietet dagegen weltweit - in französischer Sprache - Gourmands
und Gourmets französische Delikatessen an. UPS liefert die
Bestellung innerhalb von sechs Tagen, bezahlt wird über die
Firma Cybercah.
Das Web kann
die bestehenden Vertriebskanäle ändern, indem die Anzahl
der Vertriebsstufen reduziert wird: Unternehmen können sich
durch Umgehung des Groß- und Einzelhandels direkt an ihre
Endkunden wenden.
Zur Zeit
verdient kaum ein Unternehmen Geld im Web. Ausnahmen sind selbstverständlich
die Unternehmen, die das Know-how und die Technologie rund um
das Web anbieten (z. B. Provider, Anbieter von Web-Browsern, Agenturen
für Web-Design und nicht zuletzt die Telefongesellschaften).
1994 wurden
dennoch weltweit 100 Mio. US$ über das Internet umgesetzt.
Als Marktpotential für die Zukunft wird der Umsatz des Versandhandels
- 1994 ca. 53 Mrd. US$ - angesehen (Lampe
1996).
Die Voraussagen
über die Umsatzentwicklung beim Online-Shopping unterscheiden
sich sehr stark voneinander (Boutin
1997b): Die Zeitschrift "La Tribune" sieht für
1997 einen Umsatz von 4,5 Mio. FF in Frankreich
voraus. Dagegen nimmt "Régie Online" für
1997 einen Umsatz von 25 bis 50 Mio. FF in Frankreich an.
In Deutschland
werden die Möglichkeiten des Online-Shopping positiv
bewertet, weil Deutschland den größten Umsatz der Welt
im Versandhandel hat - gemessen am Pro-Kopf-Umsatz: 500 DM pro
Jahr gegenüber z. B. 240 DM in Frankreich (Schmerlzer
1997).
Man geht
davon aus, daß ein Versandhauskunde oder ein Teleshopper
leicht ein Kunde für Online-Shopping werden könnte.
Problematisch könnte aber sein, daß nach einer älteren
MGM-Studie 60% aller Teleshopper Frauen sind. Die Studie des Walter
TeleMedienService gibt sogar einem Frauenanteil von 67 % an (Hully
& Raake 1995). Der Anteil von Frauen unter den Webbenutzern
hingegen beläuft sich nur auf ca. 20-30%.
Um das Online-Shopping
zu fördern, gründen Anbieter Vereine, wie z. B. die
AFCCE (Association française pour le commerce et les échanges
électroniques, französischer Verein für das Online-Shopping).
In Deutschland gibt es die Initiative "Electronic Commerce
für den Mittelstand".
Die Kosten
für das Einrichten und das Aktualisieren von Web-Seiten sind
extrem niedrig (im Vergleich zum Beispiel zu einer Fernsehwerbung):
- Amerikanische
Unternehmen wie z. B. WebMate Technologies (http://www.webmate.com*)
oder Netconsult Communication (http://www.netconsult.com*)
bieten inzwischen komplette Lösungen für Online-Shops
einschließlich Abwicklung des Zahlungsverkehrs an. Die
Kosten liegen etwa bei 1.000 US$.
- Ein Online-Anbieter
kann sich weltweit das günstigste Angebot für seine
Site aussuchen: Das Konzept für das Unternehmen "Le
Marché de France" wurde z. B. in Hongkong entwickelt,
der Server in den USA realisiert.
Immer mehr
Kunden kaufen bewußt Produkte, die ohne Werbung auskommen.
Über das Web kann ein Unternehmen seine Kunden ohne Werbung
bestens informieren.
Kleine Firmen
erhalten durch das Web dieselben Marketing- und Vertriebsmöglichkeiten
wie Konzerne, auch wenn sie diesen potentiellen - weltweiten -
Markt kaum bedienen können. Sie können aber über
das Web einen größeren Bekanntheitsgrad erreichen und
ihre Leistungen transparent und kostengünstig anbieten (Pispers
& Riehl 1997a).
Kommunikationspolitik
Darunter versteht Roll
(1996):
Öffentlichkeitsarbeit/PR
Öffentlichkeitsarbeit/PR
umfaßt "die Information des Publikums über das
Unternehmen als Ganzes, um auf diese Weise den Good-will
der Firma zu erhöhen. Die PR hat nur werbliche Nebenwirkungen
über den Umweg der Steigerung des positiven Images eines
Unternehmens " (Grünewald
1985 S.187).
Die
Online-Präsenz wird immer mehr zu einem "Muß"
für ein Unternehmen. Die Realität sieht jedoch zur Zeit
ganz anders aus:
Nach
einer französischen Untersuchung (veröffentlicht im
Oktober 1996) haben lediglich 9% der französischen Unternehmen
einen Web-Zugang, und nur 3% sind im Web mit einer Site vertreten.
Immerhin beabsichtigen 19% der Unternehmen, in Zukunft eine Online-Präsentation
zu realisieren (Boutin 1997c).
Das Internet entwickelt sich allerdings in Frankreich langsamer
als in anderen Ländern.
Dies
liegt begründet im großen Erfolg des Minitel, einer
Art BTX-System (Boutin 1997a):
6,5 Mio. Haushalte sind angeschlossen.14 Mio. Benutzer, d. h.
25% der Bevölkerung, nutzen Minitel regelmäßig.
1.2 Mio. französische Haushalte haben 1995 eine Bestellung
online getätigt. In den USA gab es dagegen im selben Zeitraum
nur 800.000 Bestellungen.
Daher sind die Zahlen französischer Unternehmen nur bedingt
auf andere europäischen Länder übertragbar.
Eine
gemeinsame Studie der MediaGroup
München und Spiegel-Verlag (1997) untersuchte u. a.,
welche Unternehmen 1996 in Deutschland im Internet vertreten waren:
|
%-Anteil
der Firmen einer
Branche, die im Internet
vertreten sind:
|
10%
|
11
- 20%
|
21
- 30%
|
31
- 40%
|
|
Banken
und Sparkassen
|
|
|
x
|
|
|
Reiseveranstalter
|
x
|
|
|
|
|
Versicherungen
|
|
|
|
x
|
|
Getränke
|
x
|
|
|
|
|
Nahrungsmittel
|
x
|
|
|
|
|
Pharma
|
x
|
|
|
|
|
Automobile
|
|
|
|
x
|
|
Unterhaltungselektronik
|
|
|
|
x
|
|
Haushaltsgeräte
|
|
x
|
|
|
Folgende
Organisationen sind im Web vertreten:
|
Art
der Organisation
|
Kennung
des Domain-Namen
|
Verteilung
|
|
Kommerzielle
Organisationen
|
com
|
49,2%
|
|
Ausbildungseinichtungen
(z. B. Universitäten, Schulen)
|
edu
|
23,7%
|
|
Regierungsbehörde
und
Einrichtungen des Staates
(nicht militärisch)
|
gov
|
5,6%
|
|
Militär
(Heer, Marine, etc.)
|
mil
|
0,1%
|
|
Non-Governmental
Organisations
(z. B. Greenpeace)
|
org
|
3,3%
|
|
Private
Personen
|
|
18,1%
|
| Quelle:
Lampe (1996), S.173
|
Werbung
Die Aufgaben
der Werbung bestehen nach Grünewald
(1985) darin,
- Aufmerksamkeit
zu erregen
- zu informieren
- zum
Kauf zu motivieren
- zu erinnern
Laut Roll
(1996) hat die Werbung im Web zwei Funktionen:
- den
Informationsteil herauszustellen
- den
emotionalen Aspekt zu betonen
(In diesem Fall bewegt die Stimmung, die die Web-Seiten vermitteln,
den Besucher dazu wiederzukommen.)
Bei den
herkömmlichen Werbemaßnahmen werden die Verkaufspreise
z. B. einer Zeitschrift über die Werbung gesenkt. Im Web
werden die Preise wegen der Werbung dagegen erhöht: Eine
große Datei braucht mehr Zeit, um geladen zu werden. Der
Besucher muß dadurch höhere Telefon- und Provider-Gebühren
bezahlen.
Es gibt
drei klassische Formen von Werbung innerhalb einer Online-Präsentation:
- Das
Banner (d.h. ein kleines Bild, nur teilweise anklickbar) mit
dem Logo des werbenden Unternehmens.
- Das
Werbeinserat, das anklickbar ist: Der Besucher springt auf
weitere Werbeseiten.
- Das
Werbeinserat mit einer Verzweigung auf die Online-Präsentation
der werbenden Firma.
Die Größe
dieser Flächen bzw. Graphiken beträgt in der Regel
2 bis 6 cm (60 - 170 Pixel) in der Höhe und 6 bis 25 cm
(170 - 700 Pixel) in der Breite. Größere Werbeflächen
würden auf der Web-Seite als störend empfunden.
Eine neue
Form von Werbung - die Internet-Soap oder Cyber-Opera - ist
noch im Experimentierstadium. Darunter versteht man interaktive
Fortsetzungsgeschichten, bei denen die einzelnen Net-Surfer
am weiteren Verlauf mitwirken können. Unter
http://www.vpm.de/PerryRhodan* können Sie sich beispielsweise
für eine galaktische Kreuzfahrt registrieren lassen und
über das Schicksal der Passagiere des Raumschiffes mitentscheiden
(Sturm 1997a).
Die Kosten
für eine Werbeanzeige können sehr unterschiedlich
sein (Lampe 1996):
- Bei
der Online-Zeitschrift "HotWired" (ca. 220.000 registrierte
Leser und 35.000 bis 45.000 Besucher pro Woche) kostete 1995
ein Banner z. B. 15.000 US$.
- Beim
Online-Playboy (1.8 Mio. Besucher pro Woche und bis zu 800.000
Besucher täglich) kostete die gleiche Anzeige dagegen
30.000 US$.
- Topverdiener
beim Verkauf von Online-Anzeigen sind jedoch die Suchdienste,
die auf ihren Web-Seiten eine Vielzahl von ständig wechselnden
Anzeigen veröffentlichen (Siegele
1997).
Der Umsatz
für Online-Werbung wird für 1996 auf 312 Mio. US$
geschätzt. Angesichts von 173 Mrd. US$, die 1996 für
Anzeigen in den USA ausgegeben wurden, ist das sehr wenig (Siegele
1997).
Nach Kayser
(in Pispers & Riehl 1997a)
beträgt die durchschnittliche Verweildauer in einer Online-Präsentation
sieben Minuten, was für die Werbebranche als absolut traumhaft
gilt.
Die Online-Werbung
scheint sehr erfolgreich zu sein, wie das Beispiel des Autoherstellers
Chrysler belegt: Das Logo der Firma wurde in einer Wetterseite
angebracht. 60.000 Anfragen erreichten daraufhin Chrysler. Eine
herkömmliche Werbekampagne mit gebührenfreier Telefonnummer
brachte dagegen nur 35.000 Kontakte (Pitzer
1996).
Werbende
Firmen können bei POI-Systemen (z. B. Stadtinformationssysteme)
ihre Inserate (z. B. Werbung für ein Hotel) selbst plazieren.
Werbung
im Web bietet nach Huly &
Raake (1995) folgende Vorteile:
- Der
Werbespot kann beliebig lang sein.
- Bestimmte
Informationen können angeboten werden, die in einem Prospekt
nicht darstellbar sind.
- Die
Werbung ist hochaktuell.
- Der
Werbespot ist ständig verfügbar.
- Über
Protokollierungsfunktionen kann man - unter Berücksichtigung
des Datenschutzes - registrieren, welche Seiten von einem
Kunden abgerufen werden.
Lampe
(1996) nennt folgende Nachteile:
- Die
Erfahrungen aus der Print- und Fernsehwerbung sind nicht ohne
weiteres auf die Online-Werbung übertragbar.
- Die
Marktgröße ist (noch) gering.
- Eine
Werbefeindlichkeit bestimmter Benutzergruppen ist vorhanden.
Die Werbefeindlichkeit
bzw. -freundlichkeit wird - je nach Untersuchung - unterschiedlich
bewertet: Nach einer Umfrage der Fachzeitschrift "Online
direkt" (1996) empfanden 35% der Web-Benutzer Werbung als
nicht störend, 30% fanden das Web für Werbung geeignet
und 67% unterstützten das Web-Site-Sponsoring. Gemäß
einer anderen Untersuchung (zit. nach Duhm
1996a) stehen 37 % der Anwender Werbung im Web ablehnend
gegenüber. Und laut einer Befragung des Heise-Verlags sind
85% der Antwortenden für Online-Werbung (Quelle: http://heise.de/kiosk/mediadaten/umfrage/*).
|
Werbevergleich:
|
Klassische
Medien
|
Neue
Medien
|
|
|
TV
|
Print
|
CD
|
Internet
|
|
Individuelle
Selektion
|
x
|
x
|
xxx
|
xxx
|
|
Intensität
des Werbekontaktes
|
xx
|
x
|
xxx
|
xxx
|
|
Marketing-Informationen
Möglichkeit zur Aktualisierung
|
xx
|
x
|
x
|
xxx
|
|
Permanete
Verfügbarkeit von
Marketing-Informationen
|
xx
|
x
|
x
|
xxx
|
|
GlobaleVerfügbarkeit
|
xx
|
x
|
xx
|
xxx
|
|
Geringe
Kostenintensität
|
xx
|
x
|
x
|
xxx
|
|
Direkte
Kontrollmöglichkeiten
|
xx
|
x
|
x
|
xxx
|
|
Unaufwendige
Optimierung
|
x
|
x
|
x
|
xxx
|
|
Reichweite
|
xxx
|
xx
|
x
|
x
|
|
(xxx
= sehr gut, xx = gut, x = zufriedenstellend)
Quelle: Horizont
MediaFacts (1997)
|
Verkaufsförderung
"Verkaufsförderungen
sind zeitlich begrenzte Maßnahmen, die über zusätzliche
Kaufanreize zu einer Erhöhung des Absatzes führen
sollen." (Roll 1996 S.
75)
Die Maßnahmen
im Web ähneln den "klassischen" Verkaufsförderungs-Maßnahmen:
- Preisausschreiben
- Gewinnspiele
- kleine
Preise
Die Beteiligung
an Gewinnspielen ist relativ hoch: 2.300 Teilnehmer nahmen an
einem Spiel der Zeitschriften "Stern" und "Horizont"
teil (o. V. 1997a).
Eine besondere
Form der Verkaufsförderung bot die Firma DEC an. Sie ermöglichte
über das Web einen Zugang zu einem neu entwickelten Rechner,
damit Interessenten kostenlos dessen Leistungsfähigkeit
testen konnten (Lampe 1996).
Messen
Im
Web werden auch Messeaktivitäten bekanntgegeben. Aktuelle
Berichte auf einer Web-Site informieren jene Leute, die nicht
auf der Messe sein können. Ein Unternehmen kann auch in
der virtuellen Internet World Exposition (http://www.park.org*)
ausstellen.
Ein
Anreiz, den Messestand zu besuchen, besteht nach Roll
(1996) darin, ein Gutschein anzubieten, den sich die Kunden
ausdrucken können. Gegen Vorlage dieses Gutscheines erhalten
die Kunden dann einen kleinen Preis.
Event-Marketing
Ziel
des Event-Marketing ist es, "durch die Schaffung von Ereignissen
die allgemeine Medienmüdigkeit zu umgehen und gleichzeitig
eine emotionale Spannung zu erzeugen" (Roll
1996). Im Web werden die Events angekündigt. Das Live
Tracking der Veranstaltung gibt den Besuchern einer Web-Site
das Gefühl, nichts zu verpassen und "live" dabei
zu sein.
Ein
Beispiel hierfür ist das Event-Marketing von Fiat (http://www.fiat.de/).
Direktmarketing
Im Web
können E-Mails verwendet werden, um Stammkunden und potentielle
Neukunden kostengünstig, schnell und direkt anzusprechen.
E-Mails sollten aber nur an Personen verschickt werden, die
ihr Interesse bekundet haben.
Massen-E-Mails
(oder Bulk-E-Mails) sollten aus folgenden Gründen nicht
verschickt werden (Roll 1996):
- Verstoß
gegen die Netiquette, d. h. die Höflichkeitsregel des
Netzes.
- Verschlechterung
des Firmenimages: Unternehmen, die Massen-E-Mails verschicken,
werden in sogenannte Blacklists aufgenommen.
- Die
"Opfer" von Massen-E-Mails schicken massenweise
E-Mails zurück, was dazu führen kann, daß
der Mail-Server lahmliegt.
Bedenken
sollte man auch, daß immer mehr Anwender Filterprogramme
wie z. B. Internet Fast Forward benutzen, mit denen sich solche
E-Mails abfangen lassen. Dieses Programm können Sie unter
http://www.privnet.com/iff.html*
herunterladen.
Trotz dieser
Argumente gibt es amerikanische Unternehmen (z. B. Cyber Promotions
unter http://www.cyberpromo.com*),
die sich auf die Massenversendung von Werbe-E-Mails spezialisiert
haben. 
Online-Marktforschung
Unter Marktforschung
versteht man "alle Aktivitäten zur Sammlung und Auswertung
von Informationen für Marketingentscheidungen" (Pispers
& Riehl 1997b S.19). Die Online-Marktforschung ermöglicht
mit einem sehr geringen Budget eine hohe Kontaktierung. Dieckhoff
(1996) betont, daß der direkte Kontakt zum Kunden
"die Zeit und den Aufwand für Trend- und Marktforschung
fast auf Null" reduziert.
Bestandteile
der Online-Marktforschung:
Durch
Online-Fragebögen und Diskussionsforen kann man gezielt
Informationen über den Kunden erhalten. Weiterhin lassen
sich unterschiedliche Besucherstatistiken auswerten. Die Erstellung
solcher Nutzerprofile wird noch heftig diskutiert. Beispiele
für Online-Fragebögen finden Sie unter http://www.stern.de.
E-Mail-Umfragen
lassen sich schnell und kostengünstig durchführen.
Die Rücklaufquote beträgt 10 bis 20 % (Lampe
1996). Um beispielsweise die Online-Zeitschrift "HotWired"
(http://hotwired.lycos.com/)
zu lesen, muß man zuerst eine elektronische Registrierung
ausfüllen. Damit erhält man nicht nur eine Leseradresse,
sondern auch zusätzliche Informationen.
Seit
einigen Jahren bietet Lewis in einigen US-Läden die Möglichkeit,
eine maßgefertigte Jeans zu bestellen: Die Kunden geben
ihre Maße und ggf. Sonderwünsche an und erhalten
per Post ihre individuelle Jeans. Dadurch erhält das Unternehmen
kostenlos wichtige Kundeninformationen, die es in seine Produktpolitik
einfließen lassen kann.
Protokollierungsfunktionen,
z. B. bei POS-Systemen, geben Aufschluß darüber,
welche Informationen die Besucher suchen.
Beim
Besuch bestimmter Web-Sites oder beim Empfangen von E-Mails
können auf dem Rechner des Benutzers sogenannte Cookies
abgelegt werden. Laut der Netcsape-Cookie-Spezifikation muß
das Cookie seine Herkunft anzeigen und ein Ablaufdatum haben.
Dieser Registrierschlüssel kann alle Aktivitäten des
Benutzers protokollieren und bei einem Folgebesuch vom Server
abgefragt werden. Der Benutzer hat die Möglichkeit, seinen
Browser so einzustellen, daß eine Warnung erscheint, wenn
der Server versucht, ein Cookie zu setzen (Kling
1996).
Erfolgsmessung
bei einer Online-Präsentation
Nach Roll
(1996) werden zur Erfolgsmessung die folgenden Methoden
verwendet:
Hits
Hierbei
wird gemessen, "wie oft eine Seite während einer bestimmten
Periode von den Betrachtern aufgerufen wird" (Roll
1996 S. 96).
Nachteilig
bei dieser Methode ist: Die Anzahl der Hits wird durch die Anzahl
der Graphiken und die Benutzung von Frames oder Skripts stark
beeinflußt und verfälscht. Beispielsweise erzeugt
jede Graphik, die auf einer Seite geladen wird, einen Hit.
Die Hits
geben keine Auskünfte über den jeweiligen Benutzer.
Unique-IP-Adresse
Bei dieser
Methode wird mit Hilfe automatischer Statistikprogramme ausgewertet,
wie oft und von welchem Besucher eine Seite auf dem Server aufgerufen
wurde.
Es wird
unter Umständen nicht die eigentliche Adresse des Besuchers
registriert, sondern nur der Name bzw. die Netzadresse des Servers,
über den der Benutzer ins Internet gelangt (z.B. gehen
alle Benutzer von CompuServe über ein bestimmtes Gateway
ins Internet).
Gästebücher
In den
Gästebüchern können sich Interessenten mit Namen
und zusätzlichen Informationen eintragen. Kleine Gewinnspiele
erhöhen die Bereitschaft, sich einzutragen.
Content Page and Visits
Nach langen
Verhandlungen haben sich die Online-Anbieter auf eine einheitliche
Zählmöglichkeit bei Online-Angeboten geeinigt (o.
J. 1997c):
- Content
Page Views: Anzahl der Zugriffe auf eine bestimmte Online-Seite
- Visits:
Anzahl der Besuche
Der Vorteil
dieser neuen Meßverfahren ist, daß es keine Verzerrungen
mehr gibt (Sturm 1997b).
Uneinig
ist man sich noch über folgende Punkte (o.
J. 1997c):
- Viewtime:
Verweildauer auf einer Online-Seite
- AdClicks:
Nachweis der Mausklicks auf einen Verweis
Von der
Werbebranche werden zusätzlich zu diesen quantitativen
Daten noch Messungen über die "Effizienz der Online-Werbung"
gewünscht (o. J. 1997c
und o. J. 1997e).
Die IVW
(Informationsgemeinschaft zur Festlegung der Verbreitung von
Werbeträgern) plant die Einführung weiterer Kriterien
und Meßeinheiten für die Analyse von Online-Angeboten
(Sturm 1997b).
Besucher im Web
Bei einer
Befragung von 14- bis 64jährigen Deutschen fand die Zeitschrift
"Stern" heraus, daß sieben Prozent (d. h. 3,3
Mio. Personen) im Web einkaufen wollen (zit. nach der Fachzeitschrift
"Global Online"
1996).
Nach einer
Untersuchung in der Schweiz (o.
V. 1996) wollen ca. 24 % der schweizerischen Internet-Surfer
die Shopping-Angebote nutzen.
Überblick
über Benutzerbefragungen:
|
|
GVU'Survey
|
Yahoo/Jupiter
|
W3B
|
|
Gebiet
|
global/USA
|
global/USA
|
deutschprachig
|
|
Teilnehmerzahl
|
23.000
|
60.000
|
1.880
|
|
Datum
|
Okt.
- Nov. 1995
|
Sept.
95
|
Okt.
- Nov. 95
|
|
Medium
|
WWW-
Fragebögen
|
WWW-
Fragebögen
|
WWW-
Fragebögen
|
|
Alter
|
global:
32,7 Jahre
|
25
- 34 Jahre
|
29
Jahre
|
|
USA:
29,7 Jahre
|
|
Geschecht
(m:w)
|
global:
70,7:29,3
|
keine
Angabe
|
93,8:6,2
|
|
USA:
67,5:32,5
|
|
Berufe
(%)
|
30,9
in Ausbildung
|
keine
Angabe
|
48,2
Studierende
|
|
29,1
Computer-Branche
|
32,6
Angestellte
|
|
10,2
Management
|
8,7
Sebstständige
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29,7
andere
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Bildung
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keine
Angaben
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mehrheitlich
College
degree oder höher
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62%
Uni-Abschluß
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16%
FH-Abschlußß
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16%
Abitur
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Einkommen
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USA:
64.700 US$
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35.000
- 49.999 US$
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keine
Angaben
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Europa:
56.000 US$
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Nutzung
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78,4%
sind täglich im Web
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20
Std/Woche
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24,4%
im Web an
5 Tagen/Woche
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Bezahlen
für WWW-Seiten?
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31,8%
nicht bereit
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66%
nicht bereit
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74,8%
weniger Nutzung
bei Preissteigerung
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Sonderer-
gebnisse
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Nutzung
in %
Browsing: 79%
Unterhalt: 63,6%
Arbeit: 51,8 %
Einkauf: 11,1%
sonstige: 10,8
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61%
sehen weniger fern
55% gehen zu Hause ins Netz
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63,8%
wollen die Lieblings-
zeitung nicht nur Online lesen.
36,8% nutzen ein 14.4er-Modem.
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(Quelle:
Lampe 1996, S. 175)
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In der
letzten Mediaforschung (veröffentlicht in Horizont
MediaFacts 1997) sind die folgenden Daten von Interesse:
- Online-Dienste
im Werbeträger-Wettbewerb:
Die erste Werbeträgermatrix TV, Zeitung, Online-Dienste
wurde jetzt vorgelegt. Nach dieser Untersuchung sind "Online-Dienste
trotz aller Unterschiede am ehesten der Tageszeitung ähnlich".
- Motive
für die Nutzung von Online-Netzen:
"Nutzwert und Wissen, Neugier und das Gefühl dabei
zu sein sind die wesentlichen Motive für die Online-Nutzung".
- Nutzungs-Interesse
an Online-Angeboten (Ausschnitt):
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Welche
Nutzungsmöglichkeiten wären für Sie
interessant?
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Gesamt
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West
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Ost
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%
100
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Mio.
50,8
|
%
100
|
Mio.
40,2
|
%
100
|
Mio.
10,6
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Reisebuchungen
& Reisereservierungen
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22
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11,3
|
24
|
9,5
|
17
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1,8
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Kartenreservierung
f. Konzerte u.ä.
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23
|
11,5
|
24
|
9,6
|
18
|
1,9
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Homebanking
& Geldgeschäfte
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26
|
13,3
|
27
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11,03
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22
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2,2
|
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Teleshopping,
Einkaufen & Waren
bestellen
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