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Neues
BMBF-Projekt: Dienstleistungsstandards für globale Märkte
Artikel
erschienen in
Ausgabe Juli/August 2000
Die
Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Dienstleistungsindustrie
auf zunehmend global ausgerichteten Märkten nachhaltig zu
stärken, ist Ziel eines neuen, vom Bundesministerium für
Bildung und Forschung (BMBF) unterstützten Projekts, an dem
in den nächsten vier Jahren das Deutsche Institut für
Normung e.V. (DIN), das Fraunhofer IAO, das Forschungsinstitut
für Rationalisierung an der RWTH Aachen (FIR), die Gesellschaft
für Softwaremanagement mbH, die Kooperationsstelle DGB Gewerkschaften/Hochschulen
sowie die Universität Stuttgart IAT mitwirken werden.
Als
Schlüssel zu den globalen Dienstleistungsmärkten der
Zukunft, insbesondere seit der Erweiterung des WTO-Handelsabkommens
auf Dienstleistungen, gelten Normen und weltweit vereinheitlichte
Kriterienkataloge. Wie in den traditionellen Industriebranchen
schaffen Normen auch bei Dienstleistungen Marktransparenz, indem
sie Angebote unterschiedlicher Unternehmen vergleichbar machen,
und fördern damit den freien Wettbewerb.
Das
Potenzial internationaler Normung als Wachstumsfaktor im Dienstleistungssektor
ist vielerorts erkannt worden, und aus dieser Erkenntnis resultieren
schon vielfältige Aktivitäten auf internationaler Ebene.
In diesen Kreisen sind aber die deutschen Dienstleistungsunternehmen
und Interessenvertreter bisher noch deutlich unterrepräsentiert.
Die
Partner der BMBF-Initiative sollen die deutsche Dienstleistungsindustrie
für die Probleme sensibilisieren und Strategien entwickeln,
wodurch deutsche Interessen schnell und zielgerichtet auch in
die internationalen Normungsprozesse eingebracht und damit Wettbewerbsnachteile
für den deutschen Standort vermieden werden können.
Zunächst
werden vier Themenkomplexe von besonderer Bedeutung für den
Dienstleistungssektor aufgegriffen:
- E-Commerce
- öffentliche
Dienstleistungen
- Infrastrukturdienstleistungen
und
- Weiterbildung
Die in der
Projektarbeit gewonnenen Erkenntnisse werden in Informationsveranstaltungen
und Seminaren sowie durch Druckwerke und elektronische Medien
an die Fachwelt vermittelt und sollen langfristig in die Normung
einfließen.
Das Projekt
befindet sich zur Zeit in der Anlaufphase, in der die Themenstellungen
präzisiert und entsprechende Experten benannt werden. Eine
offizielle Auftaktveranstaltung ist für November 2000 geplant.
Dann soll sich auch ein Beirat mit namhaften Vertretern der interessierten
Kreise konstituieren. Darüber hinaus ist für das Jahr
2001 eine Konferenz vorgesehen, um die bis dann erarbeiteten Konzepte
einer größeren Fachöffentlichkeit vorzustellen
und zu diskutieren.
Kontakt:
Deutsches Institut für Normung
e.V. (DIN)
Referat Entwicklungsbegleitende Normung
Hermann Behrens und Petra Weiler
Telefon 030 2601-2691
Telefax 030 2601-1738
hermann.behrens@din.de
und petra.weiler@din.de
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