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DMS – eine Branche im Umbruch?

 

Reutlingen, 23.3.2000

Die Jahr-2000-Probleme gehören der Vergangenheit an, die kaufmännischen Systeme sind auf den Euro umgestellt – Zeit für die IT-Abteilungen, sich neuen Themen zuzuwenden. Laut einer Umfrage der Gartner Group aus dem vergangenen Jahr steht Dokumentenmanagement auf Platz drei der Wunschliste vieler Unternehmen. Ziel ist es, platz- und kostenintensive Papier-Archive einzusparen, die Recherche nach Dokumenten zu vereinfachen sowie Dokumentensicherheit und Zugriffsgenauigkeit zu erhöhen.

Anlass für eine ganze Branche, sich auf eine einzige Problemstellung zu stürzen: die Verwaltung des immensen Dokumentenbestands in Unternehmen. Allein in Deutschland gibt es derzeit rund 150 Anbieter für Dokumentenmanagement-Systeme (DMS).

Dr. Ulrich Kampffmeyer, Geschäftsführer der Hamburger Unternehmensberatung Project Consult GmbH, sieht innerhalb der DMS-Branche allerdings den Trend zu einer starken strukturellen Bereinigung: "Mittelfristig wird sich ein Führungsfeld von etwa 10 Herstellern mit Universallösungen absetzen, die den Markt dominieren. Den anderen bleiben nur noch Marktnischen", so Dr. Kampffmeyer in einem Interview mit dem Fachmagazin "wissensmanagement". Die Branche ist in Bewegung geraten: "Viele Anbieter werden entweder vom Markt verschwinden oder aufgekauft."

Und schon geistert ein neues Schlagwort durch die DMS-Branche, das weiteres Kundenpotenzial verspricht: Kaum erkennen immer mehr Unternehmen das Wissen ihrer Mitarbeiter als wesentlichen Produktionsfaktor und suchen nach EDV-Lösungen, um das in den Köpfen der Mitarbeiter verborgene Wissen für das Unternehmen nutzbar zu machen, versieht so mancher Hersteller sein Dokumentenmanagement-System mit dem Etikett "Wissensmanagement". Vieles, was heute unter diesem modernen Label angeboten wird, ist nichts anderes als eine klassische EDV-gestützte Dokumentenverwaltung, so Dr. Kampffmeyer. Die Einführung von Wissensmanagement bedeute hingegen vor allem eine Änderung der Unternehmenskultur – die EDV könne allenfalls die nötigen Werkzeuge liefern.

Das vollständige Interview ist nachzulesen in der Ausgabe März 2000 von wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte (doculine Verlags-GmbH, Reutlingen; ISSN 1438-4426).


wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte widmet sich als erstes Periodikum im deutschen Sprachraum ausschließlich dem umfassenden Bereich des Wissensmanagements, der in Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Das Fachmagazin versorgt Entscheider und Praktiker, die mit der Erfassung, Strukturierung, Dokumentation und Verbreitung von unternehmensweitem Wissen betraut sind, mit den zur Ausübung ihrer Tätigkeit nötigen Informationen. Kompetente Autoren vermitteln Grundkenntnisse zum Handwerkszeug, geben Einblick in die Praxis und zeigen aktuelle Entwicklungen auf.

Herausgeber und Verlag:
doculine Verlags GmbH
Am Heilbrunnen 47
D 72766 Reutlingen
Telefon 07121 9463-510
Telefax 07121 9463-550
service@wissensmanagement.net
www.wissensmanagement.net

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Letzte Änderung: 31.10.2005 | Presse-Service | Disclaimer
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